TikTak bezeichnet sich als „zuckerfrei“, doch mit der berühmten 1-Gramm-Regel der EU betreibt der Hersteller einen besonders cleveren Etikettenschwindel. Ein Paradebeispiel dafür, wie die Finessen europäischer Regeln zur Komödie der Kennzeichnungswelt werden.
Der Trick mit der Portion
Die TikTak-Pastille wiegt weniger als ein Gramm (meist rund 0,49 g), sodass laut EU-Vorschrift die enthaltene Zucker-Menge pro Portion einfach „aufgerundet“ und als null deklariert werden darf – solange sie unter 0,5 g liegt. Das hat zur Folge, dass auf der Verpackung fröhlich „zuckerfrei“ steht, obwohl die Pastille in Wahrheit zu 95% aus Zucker besteht. Würde man die ganze Packung auf einmal inhalieren, hätte man am Ende statt frischen Atem einen akuten Zuckerschock, aber laut Etikett war es ja nur die Unschuld in Person.
Die große Portionen-Verarsche
- TikTak ist wie ein Mathelehrer, der behauptet, Einzelfragen zählen nicht für die Note und am Ende ergibt eins plus null plus null plus null… halt doch eins.
- Es ist wie bei Diät-Keksen, wo der Hersteller als „Portion“ einen einzigen Keks angibt, während jeder Normalsterbliche die halbe Packung futtert.
- Der Zucker ist im Produkt wie eine schlechte Pointe: Offiziell nicht vorhanden, praktisch aber das einzige, was den Geschmack überhaupt ausmacht.
Weitere freche Beispiele aus der Lebensmittel-Welt
PAM & Sprühfett
- DAS legendäre Kochspray aus den USA. Die Portionsgröße sind 0,3 Sekunden Sprühdauer. So wird auf dem Etikett „fettfrei“ angegeben, obwohl es praktisch zu 100% aus Fett besteht.
„Light“-Mayonnaise und Light-Produkte
- Mayonnaise mit „35% weniger Fett“ klingt gesund. Die Portion ist aber so klein, dass man nach Aufbackbrötchen und Salat dreimal nachschöpft und die Nährwertangaben zur Statistik werden.
Softdrinks & Müsli
- Eine „Portion“ bei Light-Limonade: 100 ml. Die Flasche hat 500 ml – damit sehen die Nährwerte auf einmal fünfmal harmloser aus.
- Müsli-Packungen rechnen die Werte für 30 g, also eine winzige Schüssel, aus. Realistisch nimmt jeder etwa 80-100 g – und die beworbenen „Low sugar“-Werte explodieren.
Kekse, Müsliriegel, Fruchtgummis
- Ein Keks = eine Portion. Klar, so isst ja jeder Mensch Kekse, einzeln und nacheinander!
- Müsliriegel werden als „Snack“ verkauft, aber die Nährwertangaben gelten oft nur für den halben Riegel.
- Fruchtgummis werden pro 5 Stück ausgewiesen. Das Sackerl hat aber 50! Willkommen im Portionen-Paradies.
Fazit: Wenn Regeln zum Kabarett werden
Wer einen Taschenrechner besitzt und Marketing versteht, kann alles zu „frei von“ deklarieren – Hauptsache, die Portion ist so winzig, dass der Inhalt offiziell verschwindet. TikTak und Konsorten sind somit die Ninja-Könige des Etikettendschungels: Sie verstecken den Zucker nicht im Produkt, sondern im Kleingedruckten – und machen aus der Gesetzeslücke ein Comedy-Programm für Verbraucherschützer.
Wer also glaubt, nach dem Halbpäckchen TikTak „zuckerfrei“ durch den Tag zu schweben, sollte am besten direkt eine Packung Portionen rechnen – oder sich gleich einen Zuckerspiegel im Labor spendieren lassen!







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