Bitte falten!

Kennst du das? Du gehst frohen Mutes zum Mistkübel, bewaffnet mit deinem Müll, voller Hoffnung, ihn würdevoll und platzsparend zu entsorgen. Und dann: BÄM! Da liegt sie. Eine riesige, stolze, unzerdrückte Plastikflasche. Starr wie ein Monument für die Faulheit. Direkt daneben: ein Karton, der aussieht, als wolle er eine Einzimmerwohnung im Mistkübel beziehen.

Man fragt sich, wer diese Menschen sind. Vermutlich auch jene, die im Bus zwei Plätze blockieren, weil ihre Tasche unbedingt einen eigenen Sitz braucht. Leute, die beim Buffet einen ganzen Teller voll Nudelsalat nehmen, nur um nach zwei Gabeln zu sagen: „Meh, doch nicht so meins.“ Genau diese Kategorie von Zeitgenossen wirft dir unzerdrückte Flaschen und Kartontürme in den Müll.

Warum nervt das so?

  1. Platzverschwendung im Olympischen Stil
    Eine leere 1,5-Liter-PET-Flasche, die nicht zerdrückt wird, beansprucht locker denselben Raum wie ein halbes Mittagessen im Mistkübel. Ein einziger unzerknickter Pizzakarton kann den Restmüllbehälter so verstopfen, dass man glaubt, in einer WG mit zwölf hungrigen Studenten zu wohnen.
  2. Der „Ich muss meinen Müll wieder mitnehmen“-Moment
    Du steigst mit deinem kleinen Sackerl voll Abfall zum Mistkübel, siehst die Fensterplätze schon vergeben von Pappkarton-Residenzen, und plötzlich heißt es: „Sorry, Mist voll.“ Da steht man dann da, mit Melonenschale in der Hand und fühlt sich, als hätte man in einem Bus zur Rushhour versucht, mitzufahren: einfach kein Platz!
  3. Minimaler Aufwand, maximaler Nutzen
    Hand aufs Herz: Niemand verlangt einen Triathlon an der Tonne. Man muss nicht Karate-Kid-mäßig Flaschen treten oder Pappschachteln in Origami-Schwäne verwandeln. Ein kleines Drücken hier, ein kurzes Knicken dort und zack, schon passt das Dreifache in den Kübel. Stattdessen tun manche so, als sei das Zerdrücken einer Flasche physikalisch mit dem Aufstieg des Mount Everest vergleichbar.

Kartons und Flaschen: die WG aus der Hölle

Eine unzerdrückte Flasche und ein ungefalteter Karton tun sich übrigens gerne zusammen. Die Flasche ruft: „Ich bin wichtig, ich bleibe so, wie ich bin!“ Der Karton nickt nur: „Gemeinsam nehmen wir den ganzen Mistkübel ein.“ Und du? Du drückst resigniert deinen Müll noch in eine winzige Lücke, als würdest du Tetris auf höchstem Level spielen.

Fazit

Ein kleiner Druck mit der Hand, ein kurzes Falten mit dem Fuß und der Mistkübel dankt es dir. Denn, sind wir ehrlich: Niemand will seine wertvolle Lebenszeit damit verschwenden, gegen Müllberge bei Level „nicht-zerdrückt“ anzukämpfen.

Also: Liebe Mitmenschen, nutzt eure Superkräfte nicht nur für Selfies und Netflix-Marathons. Zerdrückt die Flasche. Knickt den Karton. Denn wahre Helden erkennt man daran, wie wenig Platz ihr Müll verbraucht.

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