Wenn Lokale früher zusperren

Kennst du das? Du und dein Freundeskreis durchforsten das Netz, Tapas-Bars und Biertempel deiner Stadt und orientieren euch pingelig an den Öffnungszeiten. Schließlich seid ihr verantwortungsbewusste Genießer mit Plan und hungrig obendrein. Habt ihr euch für ein Lokal entschieden, baut ihr voll auf das heilige Versprechen: „Geöffnet bis 23 Uhr“. Erwartung und Wirklichkeit treffen hier aufeinander, besser als in jedem K-Drama!

Doch dann erleben wir den legendären Plot-Twist: Bereits um 21:30 Uhr (angeblich „schlechte Quote“ heute) wird die letzte Runde kommuniziert und die Rechnung serviert, noch bevor du „Dessertkarte“ sagen kannst. Plötzlich wirst du Zeuge, wie Tische gestapelt und Stühle aufgetürmt werden, als hätte eine Poltergeist-Party begonnen.

Und hier wird’s knifflig: Die Öffnungszeiten sind nicht einfach so eine “grobe Richtlinie”. Nein, die wurden von den Lokalen ganz bewusst ausgesucht, in hübscher Schrift ans Fenster geklebt und sogar online mit den weltweit hungrigen Mäulern geteilt. Man setzt also sein Vertrauen ins fortgeschrittene Zeitmanagement fremder Menschen.

Das eigentliche Kabinettstückchen kommt aber, wenn du erfährst, warum früher zugesperrt wird: „Es sind halt wenige Gäste da.“ Diese Worte fühlen sich an wie die Mutter aller Watschn. Und zwar mit Ankündigung! Stell dir vor, du kommst zu einer Party und der Gastgeber raunt: „Sorry, ist mir zu ruhig, ich schick dich mal wieder heim.“ Kurz gefasst: „Vielen Dank für Ihr Interesse, aber wir möchten derzeit keine Gäste.“

Was bleibt, ist das Gefühl, als Gast nur ein notwendiges Übel zu sein, quasi der Partycrasher in einer Geisterstadt. Während du noch versuchst, den vorgezogenen Rausschmiss mit Humor zu nehmen („Könnte ich für zu Hause wenigstens eine Happy-Hour-ToGo haben?“), machen im Hintergrund schon die Stühle Liegestütze auf der Theke.

Fazit für dich und deinen Freundeskreis: Die Wahl nach Öffnungszeiten zu treffen, ist in Wirklichkeit genauso ein Glücksspiel wie die Qualität der Speisen.

Falls du selbst mal Lokalbesitzer wirst, mach es besser und halte, was auf dem Schild steht. Deine Gäste werden es dir mit Treue und Trinkgeld danken. Oder wenigstens nicht mit einem unvorteilhaften Review auf den einschlägigen Plattformen.


In diesem Sinne: Schließt mit uns Frieden. Aber bitte erst, wenn wirklich Schluss ist!

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