Wer schon mal länger als zehn Minuten mit dem Auto unterwegs war, kennt sie: Die legendären Nervensägen des Straßenverkehrs. Sie tauchen immer dann auf, wenn man sie am wenigsten braucht und liefern Stoff für endlose Erzählungen beim Kaffeeklatsch (oder für heimliche Flüche im Auto). Warum begegnen uns diese Autofahrer-Typen so oft? Weil sie einfach überall sind, wie der Duft vom Döner nach Mitternacht. Zeit für einen kleinen, Streifzug durch das geheime Paralleluniversum der Verkehrsnerven-Zerstörer.
Die Parkplatzpiraten (auf Familien- und Behindertenparkplätzen)
Sie halten sich für die Indiana Jones unter den Autofahrern: Sie entdecken Parkplätze, die „vermutlich eh keiner wirklich braucht“. Familienparkplatz vor dem Supermarkt? „Meiner!“ Behindertenparkplatz? „Na, ich muss ja nur kurz rein…“. Diesen Leuten ist es offenbar viel zu mühsam 15 Meter weiter weg zu parken. Diese 15 Meter sollen ruhig die Familien mit Kindern gehen….
Die Spurblockierer mit „Du kommst hier nicht rein“-Manier
Diese Exemplare haben ein Geheimabkommen mit ihren Autos: Wenn jemand brav blinkt, wird das als Angriff auf den persönlichen Fahrbereich gewertet. Sie denken vermutlich, dass beim Einspuren die eigene Lackierung auf magische Weise abblättert. Oder sie sehen das Auto als Festung, in die nicht einfach jeder so reinrollen kann.
Die Pannenstreifen-Raser im Stau
Stau. Motor aus. Musik an. Doch plötzlich, ein Raunen, ein Scheinwerfer! Da ist er: Der Held des Pannenstreifens!
Mit wehender Haarpracht, Fenster runter, wahlweise im Cabrio oder mit dem Sprinter, vorbei an hunderten Ehrlichen, die die Verkehrsregeln achten. Man selbst? Malt sich heimlich aus, was wohl passieren würde, wenn am Ende ein echter Pannenwagen steht oder hoffentlich die Polizei.
Die Zwei-Platz-Parker
Der Heilige Gral unter Auto-Tetris-Spielern: Zwei Parkplätze mit einer Klappe!
Sie schaffen das Unmögliche, indem sie ihr Auto mittig auf die Linie stellen, so präzis wie Picasso, nur weniger kunstvoll. Die Welt schaut fassungslos, Instagram sagt danke für das nächste #fail Foto.
Logik? „Ich muss meine Türen aufmachen können.“. Die anderen können ja den Bus nehmen!
Die Drängler-Überhol-Schnecken
Sie tauchen wie aus dem Nichts im Rückspiegel auf, blenden, hupen, machen Druck. Kaum lässt man sie vorbei, starten sie vorne auf der Überholspur voll durch… um zehn Meter weiter auf der rechten Spur, bei idealem Schneckentempo, neue Maßstäbe in der Langsamkeit zu setzen. Wer sowas noch nie erlebt hat, fährt vermutlich nur Bobbycar.
Warum kennen wir das alle?
Weil es in jeder Stadt, auf jedem Rastplatz, zu jeder Tageszeit mindestens eine Person gibt, die das Prinzip „Mein Auto, meine Regeln!“ für den Inbegriff guter Autofahrkunst hält. Und weil das Zuschauen (und Sich-Aufregen) zum ganz normalen Straßenalltag gehört, wie Ampeln, Blitzer und die Frage: „Sind wir schon da?“
Tief im Inneren wissen wir: Wer über diese Straßenspielarten schmunzeln kann, hat die Autofahrer-Weisheit wirklich verstanden und spart sich vielleicht das nächste Mal einen Aufreger. Dann nehmen wir’s gelassen… oder schreiben die Story einfach an den nächsten Kumpel weiter.







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