Wer kennt es nicht? Da sitzt man gemütlich im Freundeskreis, das Gespräch dreht sich um Musik oder Filme, und plötzlich rutscht jemand mit leicht gesenktem Blick heraus: „Ich muss zugeben, dass ich die Kelly Family irgendwie nicht so schlecht finde.“ Oder: „Also, Fast & Furious – ich weiß, das ist Trash, aber irgendwie macht’s Spaß.“ Plötzlich herrscht betretenes Schweigen, als hätte jemand gestanden, heimlich Katzenvideos zu drehen, während er eigentlich Steuererklärungen machen sollte.
1. Geschmack ist keine Mathematik
Niemand kann objektiv beweisen, dass das eine besser ist als das andere. Musik und Filme sind keine Matheaufgaben, bei denen am Ende immer 42 herauskommt. Was dich berührt, begeistert oder zum Lachen bringt, ist so individuell wie dein Fingerabdruck. Und ganz ehrlich: Wer will schon ein Leben führen, in dem nur „richtige“ Antworten erlaubt sind? Stell dir vor, alle würden nur noch Bach hören und Ingmar-Bergman-Filme schauen – die Welt wäre ein trauriger, sehr leiser Ort.
2. Die Kelly Family und Fast & Furious: Popkultur-Phänomene
Die Kelly Family hat Millionen Menschen mit ihren Melodien und wallenden Haaren begeistert. Wer behauptet, nie bei „An Angel“ mitgesummt zu haben, hat entweder kein Radio oder kein Herz. Und Fast & Furious? Die Serie ist der Beweis, dass Autos, Explosionen und absurde Familienbande ein Erfolgsrezept sind. Warum? Weil es Spaß macht! Es geht nicht immer um Tiefgang, sondern auch um pure Unterhaltung – und das ist völlig legitim.
3. Guilty Pleasure? Streiche das „Guilty“!
Das Konzept des „Guilty Pleasure“ ist eigentlich überholt. Warum sollte man sich schuldig fühlen, wenn man Freude empfindet? Niemand schämt sich für seine Lieblingspizza, auch wenn sie Ananas enthält (okay, außer vielleicht in Italien). Also: Wenn du zu „I Can’t Help Myself“ von der Kelly Family abrockst oder bei Fast & Furious mitfieberst, ob der nächste Stunt physikalisch möglich ist (Spoiler: ist er nicht), dann genieße es ohne Reue!
4. Vielfalt macht das Leben bunt
Stell dir vor, alle hätten denselben Geschmack. Die Welt wäre so spannend wie ein Toastbrot ohne Belag. Gerade die Vielfalt an Vorlieben sorgt für interessante Gespräche, neue Entdeckungen und manchmal sogar für legendäre Karaoke-Abende. Wer weiß, vielleicht überzeugst du ja jemanden, mit dir den nächsten Fast-&-Furious-Marathon zu starten – oder ihr gründet gemeinsam eine Kelly-Family-Coverband.
5. Kunst ist subjektiv – und das ist gut so
Ob digitale Kunst, Gitarrensoli oder Manga-Illustrationen: Kreativität lebt davon, dass jeder etwas anderes darin sieht und fühlt. Genau so ist es mit Musik und Filmen. Deine Begeisterung für scheinbar „peinliche“ Favoriten ist ein Ausdruck deiner Persönlichkeit. Und die ist viel zu spannend, um sie hinter falscher Coolness zu verstecken.
Fazit
Wer sich für seine Lieblingsmusik oder -filme schämt, verpasst das Beste: ehrliche Freude. Also raus damit! Ob Kelly Family oder Fast & Furious – wenn’s dir gefällt, ist es gut. Und falls doch mal jemand die Augen verdreht: Einfach lächeln und sagen, dass Geschmack eben Geschmackssache ist. Schließlich ist das Leben zu kurz für musikalische Scham oder cineastische Selbstkasteiung.







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