Meetings – das sind die Momente im Arbeitsalltag, in denen man sich fragt, ob man nicht doch lieber Astronaut geworden wäre. Denn während im Weltall jede Minute zählt, scheint in Unternehmen die Zeit in Meetings einfach zu verschwinden. Warum zu viele Meetings nicht etwa die Produktivität steigern, sondern oft das Gegenteil bewirken, zeigt sich beim genaueren Hinsehen:
1. Meetings: Der Produktivitätskiller mit Ansage
Meetings werden gern als Zeichen von Aktivität und Engagement verkauft – nach dem Motto: Wer viel sitzt, arbeitet viel. In Wahrheit sind sie oft der „Produktivitätskiller Nummer eins“. 80 Prozent der Befragten halten ihre Meetings für wenig zielführend, und 71 Prozent der Meetings bleiben sogar komplett ergebnislos. Das führt dazu, dass man sich nach dem Meeting fragt: „Was war nochmal das Ziel?“ – und gleich den nächsten Termin ansetzt, um das zu klären.
2. Zeitfresser statt Zeitgewinn
Der durchschnittliche Büroangestellte verbringt rund 25 Stunden pro Monat in Meetings – und das meistens nicht freiwillig. Währenddessen stapeln sich die eigentlichen Aufgaben auf dem Schreibtisch. Kein Wunder, dass 8 von 10 Angestellten überzeugt sind, am eigenen Arbeitsplatz produktiver zu sein als im Besprechungsraum. Wer ständig von einem Meeting ins nächste hetzt, hat am Ende des Tages zwar viele Punkte auf der Agenda abgehakt – aber leider keine Aufgaben erledigt.
3. Kreativität? Fehlanzeige!
Meetings laufen oft nach dem immer gleichen Schema ab: steif, förmlich und ohne Abwechslung. Da bleibt wenig Raum für Inspiration oder neue Ideen. Stattdessen herrscht Langeweile – und die ist so ansteckend, dass selbst der motivierteste Kollege irgendwann abschaltet. Wer dann noch mit Flipchart statt Whiteboard arbeiten muss, fühlt sich endgültig ins letzte Jahrhundert zurückversetzt.
4. Meetings machen müde – und manchmal sogar krank
Zu viele Meetings führen zu Stress, Entscheidungsmüdigkeit und am Ende zu Burnout. Das Gehirn kann sich zwischen den Sitzungen kaum erholen, die Konzentration leidet, und die Arbeitsmoral sinkt rapide. Besonders schlimm ist das für Teams: Die Dynamik leidet, die Zusammenarbeit wird schlechter, und die Fluktuation steigt.
5. Schlechte Organisation als Ursache
Zu viele Meetings sind oft ein Zeichen für schlechte Organisation und ineffektives Management. Wenn ständig neue Besprechungen einberufen werden, weil die alten keine Ergebnisse gebracht haben, dreht sich das Team im Kreis. Die eigentliche Arbeit bleibt auf der Strecke, und am Ende fragt sich jeder, warum er überhaupt noch einen Schreibtisch hat.
Fazit:
Meetings sind wie Schokolade: In kleinen Dosen wunderbar, im Übermaß ein Rezept für Kopfschmerzen und Frust. Zu viele Meetings sind meist nicht nur kontraproduktiv, sondern auch ein Zeichen dafür, dass im Unternehmen etwas schiefläuft. Wer wirklich produktiv sein will, sollte öfter mal den Kalender entrümpeln – und die gewonnene Zeit für die Arbeit nutzen, für die er eigentlich bezahlt wird.







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