Wer kennt sie nicht: Die KollegInnen, die im Meeting plötzlich mit Worten wie „Synergie“, „Disruption“, „Agilität“ oder „Customer Centricity“ um sich werfen, als hätten sie beim Bullshit-Bingo den Hauptpreis im Visier. Sie sprechen von „Quick Wins“, „Low Hanging Fruits“ und „Out-of-the-Box-Thinking“, während der Rest des Teams heimlich versucht, bei Google herauszufinden, was das alles eigentlich bedeuten soll. Warum dieses Buzzword-Gewitter oft einfach nur lächerlich ist, hier eine Zusammenfassung:
1. Buzzwords sind wie Zaubertricks – nur ohne Magie
Buzzword-Kolleg*innen lieben es, sich hinter großen Worten zu verstecken. Das klingt dann so, als hätten sie gerade das nächste große Ding erfunden. In Wirklichkeit ist es meist nur alter Kaffee in neuen Tassen. Wer „disruptive Innovation“ ruft, meint oft nur, dass die Kaffeemaschine jetzt auch Tee kann. Die Magie verpufft spätestens dann, wenn jemand nachfragt: „Und wie genau machen wir das jetzt?“ – und plötzlich betretenes Schweigen herrscht.
2. Mehr Schein als Sein
Mit Buzzwords kann man wunderbar Kompetenz simulieren, ohne tatsächlich etwas zu sagen. Das ist wie ein Salat ohne Dressing: sieht gesund aus, schmeckt aber nach nichts. Wer im Meeting von „Holistic Approaches“ und „Scalability“ schwärmt, hat oft noch nie eine Excel-Tabelle richtig sortiert. Hauptsache, es klingt nach Silicon Valley, auch wenn der einzige Apfel im Büro der vom Obstkorb ist.
3. Die große Verwirrung
Statt Klarheit zu schaffen, sorgen Buzzwords für kollektives Stirnrunzeln. Während der Buzzword-Profi von „Synergien im Cross-Channel-Approach“ spricht, fragt sich die Hälfte des Teams, ob sie das im Intranet nachlesen kann oder ob das wieder so ein neues Tool ist, das keiner bedienen kann. Am Ende weiß niemand, was eigentlich beschlossen wurde – aber alle nicken, um nicht als rückständig zu gelten.
4. Buzzwords als Tarnkappe für Ahnungslosigkeit
Wer nichts zu sagen hat, sagt es am besten mit vielen englischen Fachbegriffen. Das ist wie ein leeres Geschenkpapier: Sieht beeindruckend aus, ist aber schnell entlarvt. Besonders beliebt: „Wir müssen das Thema ganzheitlich denken!“ – was so viel heißt wie: „Ich habe keine Ahnung, aber lasst uns später nochmal drüber reden.“ Wer so spricht, hofft, dass niemand nachhakt. Spoiler: Meistens klappt das sogar.
5. Die Gefahr des Buzzword-Overkills
Wenn alle nur noch in Buzzwords sprechen, wird die Kommunikation zur Comedy-Show. „Wir müssen die Customer Journey optimieren, indem wir Synergien heben und das Big Picture im Blick behalten – aber bitte agil und mit maximaler Value Proposition!“ Wer da noch durchblickt, verdient einen Preis. Für alle anderen bleibt nur: Lächeln, nicken und hoffen, dass das nächste Meeting wieder auf Deutsch stattfindet.
6. Buzzwords ersetzen keine Ergebnisse
Am Ende zählt, was wirklich passiert – nicht, wie cool es klingt. Die besten Projekte entstehen nicht durch „Design Thinking“ und „Lean Management“, sondern durch Menschen, die wissen, was sie tun (und das auch verständlich erklären können). Wer nur mit Buzzwords um sich wirft, macht sich schnell zum Running Gag im Büro: „Der Müller? Der ist unser Chief Synergy Officer – keiner weiß, was er macht, aber es klingt immer super!“
Fazit:
Buzzwords sind wie Konfetti: Sie machen kurz Eindruck, aber hinterlassen meist nur ein Chaos, das andere aufräumen müssen. Wer wirklich was zu sagen hat, braucht keine Worthülsen – sondern klare Ansagen, gesunden Menschenverstand und manchmal einfach nur den Mut, auch mal zuzugeben: „Ich weiß es nicht, aber ich finde es raus.“ In diesem Sinne: Weniger Buzz, mehr Wort!







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