Autohersteller und ihre fest eingebauten Navigationssysteme, das ist wie der Versuch, einen VHS-Rekorder ins Homeoffice zu integrieren: nett gemeint, technisch ambitioniert, aber weit weg vom heutigen Alltag. Die konzerneigenen „Wunder-Navis“ sollen Prestige und Hightech-Charme versprühen, doch die Realität sieht so aus: Kaum jemand nutzt sie, alle hängen am Handy und fragen lieber „Hey Google, wie komme ich am schnellsten zum nächsten Mäci“.
Warum das Werben um das Hersteller-Navi verlorene Liebesmüh ist
- Die Bedienung ist ein Abenteuer:
Ein Renault-, BMW- oder Mazda-Navi zu bedienen, fühlt sich oft an wie der Endgegner im Escape Room. Zehn Untermenüs, ein doppeltes Bestätigungsklick-Festival und „Zielsuche“ per virtueller Winkelkatze. - Karten-Updates? Nur für Fortgeschrittene:
Karten werden alle Jubeljahre nachgeschoben, gegen Aufpreis und nur, wenn du das seltene Talent besitzt, einen USB-Stick richtig zu formatieren und dabei das Navi nicht versehentlich in die Steinzeit zu beamen. - Handy-Verzicht? Im Zeitalter von Apps?
Kein Mensch denkt sich ernsthaft: „Heute bleibe ich mal oldschool und nutze NUR mein Renault-Navi.“ Die Wirklichkeit: Das Handy liegt direkt daneben, lädt Google Maps und signalisiert: „Ich kann alles. In Farbe. Mit Echtzeit-Stau, Radarfallen, Tankstellen, neuen Straßen und der Stimme deiner Wahl!“ - Namensprobleme & POI-Katastrophen:
Versuche mal, im Werksnavi ein Restaurant zu finden, das jünger ist als sieben Jahre. Mit Glück findest du wenigstens noch den neuen Supermarkt aus dem Jahr 2015. Jede App kann mehr, schneller und schicker. - Keiner liebt sein Werksnavi:
Hast du jemals jemanden gehört, der schwärmt: „Also das Navigationssystem in meinem Fiat ist so fantastisch, da bin ich extra noch ein paar Runden durch den Kreisverkehr zum Spaß gefahren!“? Eben.
Fazit
Autohersteller gegen Google Maps, Apple Maps, TomTom und Garmin. Das ist wie Stift und Tintenfass gegen das Internet. Die Automarken geben nicht auf, programmieren und schwitzen. Doch echte Liebe entsteht, wenn der Fahrer sein Handy einstöpselt und das echte Leben beginnt: „Navigieren auf der Überholspur und zwar mit den Apps, die wirklich jeder nutzt!“
Der Versuch, die Fahrer zum Werksnavi zu überreden, bleibt der tragikomische Nebenschauplatz der Automobilindustrie. Aber hey: Nostalgie darf auch mal ein Menü länger dauern.







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